Faszination Schweine

Aus dem Leben von Oski, Elvis und Woody

Ein sonniger Tag steht vor der Tür und draussen wird es langsam hell. Geduldig warten Oski, Woody und Elvis auf ihr Futter. Beim kleinsten Geräusch, dass sie von mir hören, bewegt sich der Strohhaufen und drei Rüsselchen kommen schnell, wenn auch teils gähnend, heraus. Ein weisses Schäumchen ums Maul vor Vorfreude auf das Essen. Es gibt ein Spezialmüsli für Mini-Pigs zu drei Portionen auf den Boden verteilt. Woody, der Hordenchef, schickt die anderen zwei von Haufen zu Haufen, bis er festgestellt hat, wo es am meisten des leckeren Futters hat. Ja genau, Schweine können eine Futtermenge abschätzen. Da nicht alle gleich schnell fressen und Oski als meist Einziger zwischendrin zum Wasser geht, ändert sich diese "grösste Menge Futter" wieder und es muss neu evaluiert werden. Bis zum letzten Körnchen wird alles verputzt und danach ausgiebig getrunken. Jetzt geht es durch's offene Gatter raus, um die Welt zu erkunden. Zuerst ab in den Pferdestall. Es könnte dort ja Futter von den Pferden übrig geblieben sein. Der Salzleckstein wird kurz aufgesucht, dann ist eine Runde Spielen angesagt. Um sich selber drehen, sich durchs Sägemehl bahnen und sich dabei fallen lassen, miteinander ringen oder einfach herumrennen. Liegt noch Material, wie Säcke oder Heu herum, wird dieses herumgetragen. Dann spazieren alle in Richtung Miststock, um dort ihr Geschäft zu verrichten. Jetzt kann das grosse Buddeln beginnen, oder, wenn der Boden trocken ist und genügend Gras vorhanden, das Grasen. Wedelnde Schwänzchen und ein regelmässiges Grunzen sind beobacht- und hörbar. So verbringen sie mit der einen oder anderen Schlafpause (je nach Jahreszeit) bis zu 10 Stunden. Über die Wiesen zum Waldrand, einen Abstecher in den Garten, zum Sandhügel, zum Badeplatz, in den Stall... wie es das Schweineherzchen begehrt. Sie sind jederzeit abrufbar und werden dann zu irrsinnig schnellen Renn-Schweinchen. Dazu wird kräftig gebellt. Nach Begrüssungslauten sind ein paar Rosinen, etwas Käse oder hartes Brot willkommene Leckereien. Jetzt ist Zeit für heissgeliebtes Kraulen. Bei Berührung purzeln die drei um und geniessen es sichtlich mit geschlossenen Augen und individuellen Genuss-Lauten. Dann kann es weiter gehen mit dem Erkunden der Welt. Kommen Pferde vorbei, gibt es nach dem Erleben einiger heikler Situationen in der Vergangenheit, Laute des Unbehagens. Ausser das Pferd steht still und stellt keine Gefahr dar. Dann ist gegenseitiges Beschnuppern in Ordnung. Bei den Ponies sind Oski, Woody und Elvis etwas gelassener. Jimmy scheint am ehesten als Kumpel angesehen zu werden. Bei den Dreien und dem Kater John sieht es auf beiden Seiten etwa gleich aus. Man ist sich gegenseitig etwas suspekt und hält Abstand. Beim gemeinsamen Grasen, im Falle von John Mausen, herrscht allerdings Harmonie. Im Herbst hat es draussen ein grosses Futterangebot (Ëicheln, Äpfel, Gras etc..) und sie bringen etwas mehr Kilo auf die imaginäre Waage. Im Winter geniessen sie eine grössere Menge an von mir servierten Köstlichkeiten. Abends kommen sie zu ihrem Stall zurück und nisten sich nach dem Essen eifrig im Stroh ein. Im Winter sieht man dann ausser einem leichten Bewegen, aufgrund der Atmung, nichts mehr von ihnen. Je wärmer es ist, desto weniger graben sie sich ein und desto grösser wird die Distanz zu einander.

Ihre Sprache ist äusserst vielfältig. Sie können auch lautstark protestieren, wenn für sie etwas nicht stimmig ist. Wenn sie Angst haben oder sich sonst nicht wohl fühlen, stellen sie ihre Borsten, heben den Kopf, stellen das Schwänzchen, horchen und suchen mit ihrem feinen Geruchsinn die Luft ab. Zueinander sind sie nur ruppig, wenn es um Futter geht, ansonsten immer verträglich und liebevoll. Uns Menschen gegenüber sind sie freundlich und geben Acht, dass sie uns nicht weh tun. Um zu zeigen, dass wir uns zurückziehen sollen, teilen sie uns das mit Warnlauten mit. Würden wir diese nicht beachten, könnte es zu einem Biss kommen. Sie nehmen zudem ganz eindeutig an meinem Gedanken-Leben teil. Es gab verschiedene Situationen der telepathischen Begleitung anderer Tiere, bei denen sie ganz laut zu sprechen begannen und in tragischen Momenten sogar gequält quietschten, obschon sich die betreffende Situation weit entfernt befand. Oski, Woody und Elvis sind aussergewöhnliche, faszinierende Wesen, sowie alle Schweine auf dieser Welt. Sie bringen mich jeden Tag zum lachen, sind eine riesen Freude und es ist unmöglich, sie nicht zu lieben.

 

One has not truly lived, until he loved a pig - Edgar's Mission Sanctuary

Was gibt es noch wunderbares über schweine zu wissen?

Schweine können über 20 Jahre alt werden

Sie schlafen 10-15 Stunden am Tag

Ihre Rüsselscheibe hat so viele Tastsinneszellen, wie beide menschlichen Hände

Muttersauen singen beim Säugen für ihre Ferkel, Musik scheint Schweinen ebenfalls zu gefallen.

Sie sind absolut reinliche Tiere

Schweine können nicht schwitzen, baden und suhlen daher gerne

Sie sind gute Schwimmer

Schweine haben mind. 20 verschiedene Oinks, Grunzlaute und Quieker in ihrem Sprachrepertoire.

Sie können bis zu 20km/h schnell rennen.

Schweine haben ein gutes Langzeitgedächtnis

Sie finden Nahrung in einer Tiefe von bis zu 80cm mit ihrer guten Nase.

was können wir von ihnen lernen?

Das aus meiner Sicht aussergewöhnlichste am Wesen Schwein ist, dass sie unbeeinflussbar immer freundlich sind, sofern sie sich nicht bedroht fühlen! Dazu sind sie absolut liebevoll, halten zusammen, sind gesellig, offen, neugierig, erwartungsvoll, tolerant, voller Energie und nehmen alles wies gerade kommt.

Was wir nicht tun dürfen!...

 ...die Augen davor verschliessen, was diesen gut 650 Millionen sensiblen Tieren weltweit an Grausamkeit angetan wird für unseren Fleischkonsum. 430 Millionen Tiere werden allein in China unter schrecklichen Bedingungen gehalten. Bitte schaut euch die Berichte und Videos zu den Missständen der Schweinehaltung an. Ein Verbrechen an diesen wunderbaren Tieren, das dringend gestoppt werden muss.

 

Jeder Einzelne von uns hat die Möglichkeit etwas für alle Nutztiere zu unternehmen, indem wir kein Fleisch essen. Wer glaubt, das noch nicht zu schaffen, kann weniger oder gezielt Fleisch aus 'artgerechter' Haltung, ohne oder mit nur kurzen Transportwegen und qualreduzierter Schlachtung essen.

 

Es gibt Fleischproduzenten in der Schweiz, die mit viel Engagement und Aufwand Weide- oder zumindest Hofschlachtung umgesetzt haben. Dies wäre für die Schweine und alle anderen Tiere ebenfalls wünschenswert, solange es Menschen gibt, die nicht auf Fleisch verzichten wollen.

 

 

 

 

 

 

Ein einzelnes Tier zu retten verändert nicht die Welt, aber die ganze Welt verändert sich für dieses eine Tier.

Kontakt

Beatrice Lehmann

Hasenfang 61

4942 Walterswil BE

 

Mail: bea-lehmann@bluewin.ch

 

Tel: 079 755 08 13 (Bitte eine Nachricht hinterlassen und ich rufe zurück)

 

Kontoverbindung:

 

Raiffeisenbank Jungfrau

3800 Interlaken

CH65 8080 8005 0743 3190 1

BC-Nr. 80842

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